protagonisten

DAI KIMOTO

Leiter der Swing Kids

 

Als 16-Jähriger entschied sich Dai Kimoto für die Liebe zur Musik gegen eine Karriere als Profi-Baseballspieler in Japan. Seine Leidenschaft entdeckte er, als ihn eines Tages aus einem Musikladen klingender Dixie Jazz inne halten liess. Die fremden Töne berührten einen Teil seiner Seele, zu dem er selbst noch nie Zugang hatte.

Er kaufte ein Trompete, lernte autodidaktisch zu spielen und zog zehn Jahre später nach Europa, wo er in Jazz Clubs, später im Tony Evans Orchestra und bei Max Greger musizierte. Er tourte in der ganzen Welt herum. Musik wurde zu seinem Leben, bis sein erster Sohn Benny auf die Welt kam und er sich mit seiner Frau Gerda in der Schweiz niederliess.

Das Touren war vorbei, und als Ausländer war es vor über 30 Jahren schwer, eine anspruchsvolle Arbeit im Musikbereich zu finden. Die beiden gingen für diese Zeit einen unkonventionellen Weg. Während Gerda arbeitete, blieb Dai zu Hause bei den Kindern und begann, seine musikalische Erfahrung weiterzugeben..

 

 

Dabei lernte Dai etwas Neues über seine Musik. Musik ist zwar die schönste Sache der Welt, jedoch nicht die wichtigste. Die wichtigste Sache ist, dass Musik den Kindern eine starke Erfahrung mitgeben kann. Musizieren löst bei Kindern Freude aus, und die Freude kommt von Menschen, die der Musik zuhören, zurück. Dies in der Kindheit zu erleben ist eine der wichtigsten Erfahrungen, die ein Kind machen kann. In einer erfolgsorientierten Gesellschaft lernen die Kinder nämlich sonst nur, dass man durch eine gute Leistung belohnt wird. Doch mit Freude etwas zu kreieren und Freude zurückzubekommen, ist Energie und eine Erfahrung, die das zukünftige Leben dieser Kinder stark prägt: ein Leben mit menschlichen Werten, das man nicht durch Geld oder Materialismus aufrecht erhalten kann. 

Freude als Energie für das Leben zu sehen: Dies den Kindern mitzugeben sieht Dai Kimoto als seine Lebensaufgabe.

 

«Freude ist die Quelle der Energie.» - Dai Kimoto

Ayleen, 9

Ein Ausnahmetalent, musikalisch wie emotional. Ihre energievolle Art macht sie zur Aussenseiterin. Selbstreflektiert arbeitet sie an sich. Doch das Heimweh nach ihrem Vater, den sie nach der Trennung ihrer Eltern und durch die Konzerte selten sieht, macht ihr mehr zu schaffen. Sie merkt schnell, dass ihr Familie mehr bedeutet als Musik.

 

nico, 17

Vom abenteuerlustigen Teenager entwickelt sich Nico zum inoffiziellen Leader der Gruppe. Er übernimmt mehr und mehr Verantwortung für seine jüngeren Bandmitglieder und gibt weiter, was er bei den Swing Kids gelernt hat. In seinem Reifeprozess stellt auch er sich die Frage, ob die Musik bisher den richtigen Stellenwert in seinem Leben hatte.

 

Ben, 9

 

Der Bassist ist einer der Jüngsten, gibt aber zusammen mit Schlagzeugerin Linda den Rhythmus der Band an. In der Gruppe ist er jedoch eher unscheinbar. Wenn er auffällt, dann durch seine tollpatschige und sensible Art. Gefühlvoll analysiert Ben manche Situation schneller als die Älteren und bringt die Dinge humorvoll auf den Punkt. 

 

 

flavio, 17

Von der Bühne aus begeistert Flavio die Zuschauer mit seiner Präsenz und seinem starken Ausdruck. In der Gruppe wirkt er jedoch als Ruhepol. Er erlebt bewusst seine eigene Veränderung, die er durch das Mitwirken bei den Swing Kids erfährt. Mit gestärktem Selbstvertrauen entwickelt er sich zur Vertrauensperson, der sich die Anderen öffnen.

Melina, 9

Ist die jüngste Trompetenspielerin, ebenfalls mit sehr viel Talent. Sie ist zur gleichen Zeit wie Ayleen in die Band gekommen. Ein Einstieg in die Band kann unter solchen Umständen auch seine Herausforderungen und Kämpfe mit sich bringen. Die beiden geraten gegenseitig immer wieder ins Kräftemessen. Melina kommt aus einer soliden, geerdeten und einfachen Familie. Ihr steht nichts im Wege für eine lange Karriere bei den Swing Kids.